Nein. Für feste Zähne auf Implantaten müssen nicht automatisch alle verbliebenen Zähne gezogen werden. Entscheidend ist, welche Zähne nach einer angemessenen Behandlung noch sinnvoll erhalten werden können und wie sie in eine langfristig pflegbare Versorgung passen. Der Wunsch nach einer kompletten Zahnsanierung ist für sich allein kein Grund, sämtliche natürlichen Zähne zu entfernen.
Wenn Sie feste Zähne in Serbien planen, sollte die Klinik deshalb nicht nur Implantate zählen, sondern auch die Prognose Ihrer vorhandenen Zähne erklären. Für manche Patienten ist eine vollständige Implantatbrücke sinnvoll. Bei anderen lassen sich erhaltene Zähne, Kronen und getrennte implantatgetragene Versorgungen in einem gemeinsamen Behandlungsplan kombinieren.
Die kurze Antwort
Nicht jeder beschädigte, überkronte, wurzelbehandelte oder gelockerte Zahn ist automatisch verloren. Umgekehrt muss nicht jeder Zahn um jeden Preis erhalten werden. Vor einer Entfernung sollten Befund, Erhaltungsalternativen, Risiken und die Auswirkungen auf den gesamten Zahnersatz besprochen werden. Eine Zahnentfernung ist nicht rückgängig zu machen.
In diesem Ratgeber
- Feste Zähne, Zahnsanierung und All-on-4 unterscheiden
- Wann können natürliche Zähne erhalten bleiben?
- Wann kann eine Zahnentfernung sinnvoll sein?
- Was gilt bei Parodontitis?
- Vier mögliche Behandlungssituationen
- Welche Untersuchung ist vor einer Entscheidung nötig?
- Was muss der schriftliche Plan erklären?
- Provisorische Zähne, Kosten und Nachsorge
- Klinikbeispiele mit direkten Profilen
- Wann lohnt sich eine Zweitmeinung?
- Häufige Fragen
Bedeuten „feste Zähne“ automatisch eine komplette Implantatbrücke?
Nein. „Feste Zähne“ beschreibt zunächst das Ziel, Zahnersatz zu erhalten, den Sie nicht selbst herausnehmen. Eine komplette Zahnsanierung kann verschiedene Behandlungen umfassen: beispielsweise die Behandlung erhaltungswürdiger Zähne, einzelne Kronen, kleinere Brücken und Implantate zum Ersatz fehlender Zähne.
All-on-4 und All-on-6 bezeichnen dagegen üblicherweise eine vollständige festsitzende Zahnreihe auf vier beziehungsweise sechs Implantaten in einem Kiefer. In dieser vollständig ersetzten Zahnreihe verbleiben keine natürlichen Zähne. Das bedeutet aber nicht, dass solche Zähne entfernt werden müssen, wenn ein anderes geeignetes Behandlungskonzept ihren Erhalt ermöglicht.
Auch Ober- und Unterkiefer brauchen nicht dieselbe Lösung. Eine vollständige Implantatbrücke in einem Kiefer kann beispielsweise mit erhaltenen natürlichen Zähnen im Gegenkiefer kombiniert werden, wenn die individuelle Situation dies erlaubt.
Wann können natürliche Zähne erhalten bleiben?
Die Entscheidung stützt sich auf mehr als das äußere Aussehen. Wichtig sind die vorhandene Zahnsubstanz, der Zahnhalteapparat, die Wurzeln, mögliche Entzündungen sowie die spätere Funktion und Reinigungsmöglichkeit. Eine Diagnose wie „stark beschädigt“ sollte deshalb durch konkrete Befunde und eine nachvollziehbare Prognose ergänzt werden.
Ist der Zahn noch zuverlässig wiederherstellbar?
Geprüft wird, wie viel gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist, wo Defekte liegen und ob eine geeignete Füllung, Teilkrone oder Krone möglich ist. Eine neue Krone allein löst allerdings keine unbehandelte Entzündung und ersetzt keinen fehlenden Halt im Knochen.
Welche endodontischen Möglichkeiten gibt es?
Bei Problemen im Zahninneren kann eine Wurzelkanalbehandlung oder die erneute Behandlung eines bereits versorgten Zahns infrage kommen. Ob dies sinnvoll ist, hängt unter anderem von Ursache, Restaurierbarkeit und Gesamtprognose ab. Der Treatment Options Guide der American Association of Endodontists unterstützt eine strukturierte Prüfung solcher Alternativen; in schwierigen Fällen kann eine endodontische Fachbeurteilung helfen.
Ist der Zahnhalteapparat behandelbar und stabilisierbar?
Bei Zahnfleisch- und Zahnhalteapparaterkrankungen zählen beispielsweise Entzündungsaktivität, Knochenabbau, Zahnbeweglichkeit und die Reaktion auf eine Behandlung. Ein gelockerter Zahn ist nicht allein wegen seiner Beweglichkeit automatisch zu entfernen. Eine sehr ungünstige Gesamtprognose kann jedoch gegen einen Erhaltungsversuch sprechen.
Passt der Zahn in einen sinnvollen Gesamtplan?
Ein Zahn kann einzeln behandelbar sein, aber als tragender Bestandteil einer größeren Versorgung andere Anforderungen erfüllen müssen. Fragen Sie deshalb getrennt: „Kann dieser Zahn erhalten werden?“ und „Welche Rolle soll er im endgültigen Zahnersatz übernehmen?“ Reinigung, Belastung und spätere Reparaturen gehören in beide Überlegungen.
Wann kann es sinnvoll sein, verbliebene Zähne zu entfernen?
Eine Entfernung kann medizinisch begründet sein, wenn ein Zahn nicht sinnvoll wiederhergestellt oder erhalten werden kann. Mögliche Gründe sind etwa eine nicht restaurierbare Zerstörung, bestimmte Wurzelfrakturen oder eine so ungünstige parodontale Situation, dass keine vertretbare Erhaltungsprognose besteht. Diese Beispiele sind keine Anleitung zur Selbstdiagnose.
Bei zahlreichen nicht erhaltungswürdigen Zähnen kann eine vollständige implantatgetragene Versorgung eine nachvollziehbare Option sein. Die Begründung sollte aber aus den Befunden entstehen – nicht allein daraus, dass ein All-on-4- oder All-on-6-Paket angeboten wird.
Die EFP-Leitlinie zur Behandlung einer Parodontitis im Stadium IV unterscheidet zwischen fraglicher und hoffnungsloser Zahnprognose. Sie spricht sich gegen eine vorschnelle Entfernung von Zähnen mit fraglicher Prognose aus, wenn ein sinnvoller Erhalt möglich ist. Das bedeutet weder, jeden Zahn dauerhaft retten zu können, noch einen aussichtslosen Erhaltungsversuch unbegrenzt fortzuführen.
Müssen bei Parodontitis alle Zähne durch Implantate ersetzt werden?
Nein. Eine Parodontitisdiagnose allein bedeutet nicht, dass alle Zähne entfernt werden müssen. Die Erkrankung, die Prognose der einzelnen Zähne und der notwendige Zahnersatz müssen gemeinsam beurteilt werden. Bei manchen Zähnen ist Behandlung mit anschließender regelmäßiger Betreuung sinnvoll; bei anderen kann die Schädigung zu weit fortgeschritten sein.
Implantate beseitigen außerdem nicht automatisch die Voraussetzungen für Entzündungen. Auch das Gewebe um Implantate kann erkranken. Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie betont deshalb die Bedeutung der Behandlung bestehender Zahnfleischerkrankungen, der persönlichen Risikofaktoren und einer zuverlässigen Mundhygiene mit professioneller Nachsorge.
Wie Erkrankungskontrolle, notwendige Entfernungen, Implantation und prothetische Versorgung zeitlich aufeinander folgen, muss individuell geplant werden. Besonders wichtig ist dies, wenn natürliche Zähne in anderen Bereichen oder im Gegenkiefer erhalten bleiben. Ein kompaktes Reiseprogramm sollte diese medizinische Planung nicht vorgeben.
Vier Beispiele: Nicht jeder Patient braucht dieselbe Zahnsanierung
Die folgenden Situationen sind vereinfachte Planungsbeispiele, keine Empfehlungen für einen konkreten Patienten.
1. Mehrere Zähne bleiben erhalten
Erhaltungswürdige Zähne werden behandelt und bei Bedarf restauriert. Fehlende Zähne können durch getrennte implantatgetragene Kronen oder Brücken ersetzt werden. Eine vollständige Implantatbrücke ist dann nicht automatisch erforderlich.
2. Nur ein Kiefer benötigt eine vollständige Implantatbrücke
In einem Kiefer ist Zahnerhalt nicht mehr sinnvoll, im anderen sind natürliche Zähne weiter nutzbar. Die Implantatbrücke und die vorhandenen Zähne müssen hinsichtlich Biss, Belastung und Pflege zusammenpassen.
3. Beide Kiefer brauchen Zahnersatz
Wenn in beiden Kiefern keine ausreichend erhaltungswürdigen Zähne vorhanden sind, können vollständige Implantatbrücken geprüft werden. Auch herausnehmbare Alternativen gehören je nach Situation in die Beratung.
4. Die Prognose muss erst geklärt werden
Bei einzelnen fraglichen Zähnen kann eine weiterführende Untersuchung, eine Fachbeurteilung oder eine erneute Bewertung nach Vorbehandlung nötig sein. Der endgültige Umfang wird nicht allein anhand von Fotos entschieden.
Reicht ein Panoramaröntgenbild für die Entscheidung?
Ein Panoramaröntgenbild und Zahnfotos können eine erste Einschätzung vor der Reise ermöglichen. Sie ersetzen jedoch keine persönliche Untersuchung. Ob ein Zahn wirklich erhaltungswürdig ist, lässt sich nicht allein an einem vermeintlich guten oder schlechten Erscheinungsbild im Röntgenbild ablesen.
Je nach Befund gehören zur Abklärung:
- Untersuchung von Zähnen, vorhandenen Kronen und Brücken;
- Beurteilung des Zahnfleischs und Zahnhalteapparats, einschließlich erforderlicher Messungen;
- Prüfung der Zahnsubstanz, Wurzelsituation und gegebenenfalls der Zahnvitalität;
- Beurteilung von Biss, verfügbarem Platz für den Zahnersatz und Reinigungsmöglichkeiten;
- geeignete Röntgendiagnostik sowie bei begründeter Indikation dreidimensionale Bildgebung;
- medizinische Vorgeschichte, Medikamente, Rauchen und bisherige Behandlungen.
Eine DVT- beziehungsweise CBCT-Aufnahme ist nicht bei jedem Patienten automatisch erforderlich. Nach der deutschen S2k-Leitlinie zur dentalen Volumentomographie richtet sich ihr Einsatz nach der konkreten Fragestellung und danach, ob klinische Untersuchung und zweidimensionale Aufnahmen ausreichende Informationen liefern.
Fordern Sie bei einer Online-Anfrage daher zunächst eine vorläufige Einschätzung an. Planen Sie vor irreversiblen Behandlungsschritten genügend Zeit für Untersuchung, Erklärung und Ihre Entscheidung ein. Zusätzliche Diagnostik kann den vorab vorgeschlagenen Plan verändern.
Was sollte ein schriftlicher Behandlungsplan zum Zahnerhalt zeigen?
Ein Angebot mit einer Implantatzahl und einem Gesamtpreis erklärt noch nicht, warum Zähne erhalten oder entfernt werden sollen. Für den Vergleich mehrerer Vorschläge hilft diese Checkliste:
| Bereich | Konkrete Frage an die Klinik |
|---|---|
| Verbliebene Zähne | Welche Zähne bleiben, welche sollen entfernt werden und welche sind noch unklar? Bitte mit Zahnnummern. |
| Begründung | Welcher Befund begründet die jeweilige Entscheidung, und welche Erhaltungsalternativen wurden geprüft? |
| Vorbehandlungen | Sind parodontale, endodontische oder restaurative Maßnahmen nötig, und wann wird die Prognose erneut beurteilt? |
| Versorgung je Kiefer | Sind Einzelkronen, Teilbrücken oder eine vollständige Implantatbrücke vorgesehen? Wie funktionieren beide Kiefer zusammen? |
| Übergangsversorgung | Welche provisorischen Zähne sind geplant, und was gilt, wenn eine feste Sofortversorgung nicht möglich ist? |
| Kosten und Folgeschritte | Sind Vorbehandlungen, beide Behandlungsphasen, endgültiger Zahnersatz und Nachkontrollen klar ausgewiesen? |
| Plan bei späterem Zahnverlust | Welche Möglichkeiten bleiben, wenn ein erhaltener Zahn später ausfällt? Kann die Versorgung angepasst werden? |
Unterlagen sollten die Unsicherheiten ebenfalls benennen. „Erhalt versuchen, danach neu beurteilen“ ist etwas anderes als ein zugesicherter langfristiger Erhalt. Ebenso ist eine vorläufige Online-Empfehlung noch kein endgültig bestätigter Operationsplan.
Provisorische Zähne, Kosten und Nachsorge mitbedenken
Bekomme ich nach dem Ziehen sofort feste Zähne?
Das ist nicht automatisch möglich. Zahnentfernung, Implantation und die Belastung mit einer festen provisorischen Brücke sind unterschiedliche Entscheidungen. Eine feste Sofortversorgung hängt unter anderem von Implantatstabilität, Verteilung, Biss und den gesamten klinischen Voraussetzungen ab. Der ITI-Konsens zu Belastungsprotokollen betont diese sorgfältige Fallauswahl.
Fragen Sie vor der Behandlung nach einer Alternative, falls feste provisorische Zähne nicht eingesetzt werden können. Mehr dazu erklärt unser Ratgeber zum All-on-6-Provisorium und zur endgültigen Brücke. Auch ein festsitzendes Provisorium ist noch nicht der endgültige Zahnersatz und bedeutet nicht, dass die Implantate bereits eingeheilt sind.
Ist Zahnerhalt automatisch günstiger?
Nein. Erhaltene Zähne können Vorbehandlungen, neue Restaurationen und spätere Betreuung benötigen. Eine vollständige Implantatversorgung kann wiederum zusätzliche chirurgische Eingriffe, Provisorien, endgültige Brücken und Wartung umfassen. Vergleichen Sie den Umfang eines vollständigen Plans und die besprochenen Risiken – nicht nur die Zahl der Implantate.
Für den übergeordneten Vergleich von Versorgungsarten und Angeboten nutzen Sie die Übersicht zu Behandlungsplänen für feste Zähne in Serbien. Unterkunft und Transfer sollten nur dann als enthalten gelten, wenn sie im jeweiligen Angebot bestätigt werden.
Wer betreut erhaltene Zähne und Implantate nach der Rückreise?
Beide benötigen Pflege und Kontrollen. Klären Sie, wie die Reinigung erfolgen soll, wer die Nachsorge übernimmt und an wen Sie sich bei Beschwerden wenden. Eine Implantatversorgung ist nicht wartungsfrei; auch biologische und technische Komplikationen sind möglich. Die FDA-Patienteninformationen nennen unter anderem Entzündungen, Implantatverlust und Probleme mit Komponenten. Organisatorische Fragen behandelt unser Ratgeber zur Nachsorge nach einer Zahnbehandlung in Serbien.
Beispiele für Zahnkliniken in Belgrad: direkt zu den Profilen
Die folgenden Kliniken führen auf ihren deutschsprachigen Dentist-Serbia-Profilen sowohl implantologische als auch weitere restaurative oder prothetische Leistungen auf. Das belegt keine bestimmte Entscheidung zum Zahnerhalt in Ihrem Fall. Nutzen Sie die Profile, um Leistungen und Teams kennenzulernen und gezielte Fragen zu Ihrem Befund zu stellen.
DR POPOVIC ZAHNKLINIK
Das Profil nennt Oralchirurgie, Implantologie, Parodontologie und Prothetik sowie All-on-4, All-on-6 und endodontische Behandlungen.
Frage an die Klinik: Welche verbliebenen Zähne benötigen zunächst eine parodontale oder endodontische Beurteilung?
GRAND DENTAL ZAHNKLINIK
Das Profil beschreibt Behandlungen vom Einzelimplantat bis zur vollständigen Rehabilitation und führt All-on-4, All-on-6, Kronen und endodontische Behandlungen auf.
Frage an die Klinik: Wäre eine Versorgung mit erhaltenen Zähnen und getrennten Implantatbrücken eine geeignete Alternative?
LAVIN ZAHNKLINIK
Das Profil beschreibt eine individuell abgestimmte Behandlungsplanung und nennt neben All-on-4 und All-on-6 auch Kronen, Kompositfüllungen und Wurzelbehandlungen.
Frage an die Klinik: Welche Zähne lassen sich sinnvoll restaurieren, und wie würden sie in den Gesamtplan passen?
C DENTAL ZAHNKLINIK
Das Profil nennt digitale Bildgebung und ein eigenes zahntechnisches Labor sowie All-on-4, All-on-6, Kronen und endodontische Behandlungen.
Frage an die Klinik: Wie werden erhaltene Zähne, Implantatversorgung und der gemeinsame Biss aufeinander abgestimmt?
PREMIUM DENTAL ZAHNKLINIK
Das Profil beschreibt Oralchirurgie, Implantologie und Prothetik mit individueller Beratung und nennt All-on-4, All-on-6, Kronen und Brücken als Behandlungsoptionen.
Frage an die Klinik: Welche Befunde sprechen in meinem Fall für Zahnerhalt und welche für eine vollständige Implantatbrücke?
DR COLIC ZAHNKLINIK
Das Profil führt All-on-4 und All-on-6 sowie Kronen, Kompositfüllungen und endodontische Behandlungen auf. Dr. Majda Colic wird mit dem Schwerpunkt Oralchirurgie und Implantologie vorgestellt.
Frage an die Klinik: Können Sie die geplanten Zahnentfernungen anhand der Zahnnummern und Befunde einzeln begründen?
Die Auswahl ist beispielhaft und keine Rangliste. Die beschriebenen Leistungen stammen aus den verlinkten Profilen; sie ersetzen weder eine individuelle Untersuchung noch eine Bestätigung des für Sie geeigneten Behandlungsangebots.
Wann ist eine Zweitmeinung besonders sinnvoll?
Eine weitere fachliche Einschätzung ist sinnvoll, wenn viele Zähne entfernt werden sollen, die Begründung unklar bleibt oder mehrere Pläne beim Zahnerhalt deutlich voneinander abweichen. Nehmen Sie vorhandene Röntgenbilder, Befunde und Behandlungsvorschläge mit, damit möglichst dieselbe Ausgangssituation beurteilt wird.
- Lassen Sie sich erklären, ob ein Zahn als sicher erhaltungswürdig, fraglich oder nicht erhaltungswürdig eingeschätzt wird.
- Fragen Sie nach den Folgen beider Wege: Erhaltungsversuch und Entfernung.
- Klären Sie, ob eine parodontologische oder endodontische Fachbeurteilung die Entscheidung verbessern könnte.
- Vergleichen Sie die medizinische Begründung und den vollständigen Leistungsumfang, nicht nur den Paketpreis.
Unterschiedliche Empfehlungen bedeuten nicht automatisch, dass eine Klinik falschliegt. Sie können auf unterschiedlichen Befunden, Prognosen oder Versorgungszielen beruhen. Diese Unterschiede sollten vor einer nicht rückgängig zu machenden Behandlung verständlich werden.
Individuelle Möglichkeiten für feste Zähne vergleichen
Senden Sie vorhandene Röntgenbilder, Zahnfotos und relevante medizinische Angaben für eine vorläufige Einschätzung. Bitten Sie die Kliniken ausdrücklich darum, den möglichen Zahnerhalt und die vorgeschlagenen Entfernungen zu erläutern.
Über Dentist Serbia können Sie kostenlose und unverbindliche vorläufige Angebote ausgewählter Kliniken vergleichen. Diagnose, endgültiger Behandlungsplan und Preis werden nach der persönlichen Untersuchung bestätigt.
Häufige Fragen zum Zahnerhalt vor Implantaten
Müssen für feste Zähne auf Implantaten alle Zähne gezogen werden?
Nein. Erhaltungswürdige natürliche Zähne können Teil einer umfassenden Sanierung bleiben. Ob eine vollständige Implantatbrücke oder eine Versorgung mit erhaltenen Zähnen sinnvoll ist, hängt von Untersuchung, Prognose und Gesamtplanung ab.
Kann ich einzelne eigene Zähne behalten und trotzdem Implantate bekommen?
Ja, wenn die Zähne sinnvoll erhalten werden können und die Versorgungen zusammenpassen. Häufig werden eigene Zähne und Implantate getrennt versorgt. Daraus folgt nicht automatisch, dass beide gemeinsam dieselbe Brücke tragen.
Bleiben bei einer vollständigen All-on-4-Brücke natürliche Zähne im selben Kiefer?
Eine vollständige All-on-4-Brücke ersetzt die ganze Zahnreihe eines Kiefers; dort bleiben keine natürlichen Zähne innerhalb dieser Zahnreihe. Sind Zähne erhaltungswürdig, sollte geprüft werden, ob ein anderes Versorgungskonzept geeigneter ist.
Müssen lockere Zähne immer entfernt werden?
Nicht automatisch. Ursache, Ausmaß der Lockerung, Knochenabbau, Entzündung und die Möglichkeiten einer Behandlung müssen zusammen beurteilt werden. Bei ungünstiger Gesamtprognose kann eine Entfernung dennoch sinnvoll sein.
Ist ein wurzelbehandelter Zahn grundsätzlich schlechter als ein Implantat?
Eine solche pauschale Bewertung ist nicht sinnvoll. Der konkrete Zahn und eine mögliche Implantatversorgung haben unterschiedliche Voraussetzungen und Risiken. Restaurierbarkeit, Entzündung, Zahnhalteapparat und Gesamtplanung bestimmen die Entscheidung.
Bedeutet Parodontitis, dass alle Zähne verloren sind?
Nein. Der Schweregrad und die Prognose unterscheiden sich zwischen Zähnen. Behandlung und regelmäßige Betreuung können für erhaltungswürdige Zähne sinnvoll sein. Nicht erhaltungswürdige Zähne müssen gesondert beurteilt werden.
Kann nur der Oberkiefer eine vollständige Implantatbrücke erhalten?
Ja. Wenn die Voraussetzungen passen, können natürliche Zähne im Unterkiefer erhalten bleiben, während der Oberkiefer implantatgetragen versorgt wird. Auch die umgekehrte Situation ist möglich. Beide Kiefer müssen funktionell aufeinander abgestimmt werden.
Reicht mein Röntgenbild für eine endgültige Entscheidung über Zahnentfernungen?
Nein. Bilder können eine vorläufige Einschätzung unterstützen, ersetzen aber keine persönliche Untersuchung. Weitere Tests und gegebenenfalls zusätzliche Bildgebung können erforderlich sein, bevor eine Entfernung begründet und geplant wird.
Bekomme ich nach dem Ziehen sofort feste provisorische Zähne?
Nicht automatisch. Eine feste Sofortversorgung setzt geeignete klinische Bedingungen und ausreichende Implantatstabilität voraus. Fragen Sie vorab nach der vorgesehenen Übergangslösung, wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden.
Ist eine Behandlung mit erhaltenen Zähnen immer günstiger?
Nein. Erhaltungsversuche, Kronen, parodontale oder endodontische Behandlung und Nachsorge können zusätzliche Kosten verursachen. Vergleichen Sie vollständige Pläne einschließlich ihrer Grenzen, Risiken und möglichen Folgekosten.
Was passiert, wenn ein erhaltener Zahn später verloren geht?
Das hängt von Zahnposition, Knochen, vorhandenen Restaurationen und dem ursprünglichen Konzept ab. Fragen Sie vorab, ob eine spätere Anpassung oder ein separater Ersatz möglich wäre und wann umfangreichere Änderungen nötig würden.
Wann sollte ich eine Zweitmeinung einholen?
Besonders bei zahlreichen geplanten Zahnentfernungen, unklarer Begründung oder deutlich unterschiedlichen Empfehlungen zum Zahnerhalt. Eine weitere fachliche Einschätzung kann helfen, Alternativen und Konsequenzen vor der Entscheidung zu verstehen.
Medizinische Quellen und weiterführende Informationen
- European Federation of Periodontology: S3-Leitlinie zur Behandlung von Parodontitis im Stadium IV
- Deutsche Gesellschaft für Parodontologie: Implantate – Patienteninformationen
- American Association of Endodontists: Treatment Options Guide
- DGZMK/ARö: S2k-Leitlinie Dentale digitale Volumentomographie
- International Team for Implantology: Belastungsprotokolle für festsitzenden Zahnersatz im zahnlosen Kiefer
- U.S. Food and Drug Administration: Dental Implants – What You Should Know
Medizinischer Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche zahnärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Ob Zähne erhalten oder entfernt werden sollten und welche Versorgung geeignet ist, muss individuell durch qualifizierte Zahnärztinnen und Zahnärzte festgestellt werden.